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Neue Studie zeigt: Neurofeedback ist auch bei erwachsenen ADHS-Patienten wirksam

ADHS verwächst sich nicht, wie früher angenommen, in der Pupertät, sondern begleitet viele Betroffene durch ihr ganzes Leben. Eine wissenschaftliche Studie der Universität Tübingen zeigt, dass Erwachsene genauso vom Neurofeedbacktraining profitieren, wie Kinder.


23. August 2013

Ilmenau

Dass das Training der langsamen kortikalen Potenziale bei Kindern eine Besserung der ADHS-Kernsymptome Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyper-aktivität mit sich bringt, ist bereits weitreichend nachgewiesen worden.

Die Universität Tübingen hat daraufhin 2012 untersucht, ob die Therapie auch bei Erwachsenen mit ADHS vergleichbare Ergebnisse erzielt. Entgegen früherer Vermutung, wonach sich die Störung im Laufe der Pubertät auswächst, ist heute bekannt, dass 30 bis 60% der Kinder die Problematik mit ins Erwachsenenalter hinein nehmen. Ca. 5% aller Erwachsenen weisen eine ADHS auf, jedoch nur 11% der Betroffenen erhalten tatsächlich eine Therapie. An der Studie der Universität Tübingen nahmen 20 Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren teil. Nach insgesamt 30 Sitzungen ergab sich eine wesentliche Verbesserung bei Aufmerksamkeit und Impulsivität. Die Hyperaktivität reduzierte sich leicht. Das Verhalten wurde um ca. 25% besser eingeschätzt, als vor der Therapie. Neurofeedback ist damit erstmals nachweislich auch für erwachsene ADHS-Patienten von Nutzen.


 
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20. Juni 2015 Pädiatrie hautnah, 2015;27(3)
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